Aus Ev. Kirchengemeinde Grambke
Wechseln zu: Navigation, Suche

Interview mit Tanja Eriksons

In dieser Rubrik sollen Mitarbeitende aus der Gemeinde zu Wort kommen, um sich und ihr Engagement einer breiten Gemeindeöffentlichkeit auf diese Art und Weise vorzustellen.

Unsere Redaktion führte das Interview mit Tanja Eriksons
Tanja2.jpg

(34 J.), Erzieherin im Pool des Landesverbands Evangelischer Tagesstätten, Mitglied im Kirchenvorstand und Konvent der Gemeinde.

  • Red.: Tanja, seit wie vielen Jahren bist du eigentlich in der Gemeinde?
    • T: Ich erinnere mich – das muss so 1980 gewesen sein – an meine Kindergartenzeit mit der Erzieherin Elke Schmidt (immer noch in der Gemeinde tätig), dann besuchte ich auch bald die Kindergruppe im Jugendheim (Frau Barth, Frau Merten und Frau Prangenberg, Diakon Hinze). Gleichzeitig war ich regelmäßig im Kindergottesdienst, der jeden Sonntag erst in der Kirche, dann im Gemeindehaus gefeiert wurde. Er wurde von einem Team um Pastorin Armgart von Boenigk vorbereitet und durchgeführt.
  • Red.: Das ist lange her; aber kannst du dich noch an etwas Besonderes erinnern?
    • T: Mmmh, ja... wir haben immer kleine Sonnenblumenkerne als Anwesenheitsnachweis erhalten. Seit dem gefallen mir Sonnenblumen ausgesprochen gut.
  • Red.: Wie war denn der Übergang in die Ehrenamtlichkeit für dich – von der Teilnehmerin zur verantwortungsvollen Mitarbeiterin?
    • T: Bereits im Konfirmandenunterricht (bei Pastorin Martina Kriete-Wollenweber) wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen kann, im Kindergottesdienst mitzuarbeiten? Wir haben uns in verschiedene Altersgruppen aufgeteilt; die erste Gruppe (ich glaube, es waren die Jüngeren) habe ich mit Ute Monpetain geleitet.
  • Red.: Da bist du ja relativ früh eingestiegen... so mit 13/14 Jahren.
    • T: Ja...das hat mir auch Spaß gemacht, nach der Konfirmation habe ich dann in der Kindergruppe im Team mit anderen Ehrenamtlichen (Rolf, Heike, Ute...) zusammen den Nachmittag gestaltet. In den Konfirmandengruppen hatte ich auch die Möglichkeit mitzumachen, so dass ich die verschiedenen Pastoren/innen und den Diakon kennenlernen konnte.
  • Red.: Ich frage nicht, wo es dir am besten gefallen hat...!? Du konntest dich mit deiner Fähigkeit und Begabung früh in das Gemeindeleben einbringen?
    • T: Ja...das ist auch das Gute hier in Grambke...es ist vieles möglich! Ich hatte später eigene Mädchengruppen, Jugendgruppen, musikalische Früherziehung, Spielkreis...war seit 1990 Jugendvertreterin im Konvent, wurde dann in den Konvent gewählt. Seit 9 Jahren arbeite ich im Kirchenvorstand mit.
  • Red.: Du hast auch viele Freizeiten und Seminare mit geleitet...!
    • T: Wenn ich so überschlage 15 Sommerfreizeiten und viele Fahrten und Seminare mit Konfirmanden. An meine erste Freizeit in Irland (1991) erinnere ich mich besonders gerne. Da war ich aber noch Teilnehmerin; ab 1992 (Griechenland) bin ich als Teamerin mitgefahren.
  • Red.: Ergänzend: Gemeindeabende, Ausflüge, Frauenfrühstück, Flohmarkt, Basar, Gottesdienste...alles Veranstaltungen, die durch deine aktive Mitarbeit stattfinden! Was übt den besonderen Reiz für dich aus, sich mit so einem hohem zeitlichen Aufwand zu engagieren?
    • T: Ich bin gerne unter Menschen und die Vielfältigkeit einer Kirchengemeinde finde ich spannend; hier kann man vieles ausprobieren, Neues entdecken, für die Menschen da sein. Es freut mich besonders, wenn Kinder sich gerne zurück erinnern... ihre leuchtenden Augen, wenn sie etwas Tolles erleben konnten. Dieses persönliche Feedback geht mir sehr nahe. Das ist für mich das größte Dankeschön.
  • Red.: Viele Menschen können gar nicht glauben, dass du nicht hauptamtlich in der Kirchengemeinde Grambke tätig bist?
    • T: (lacht) Ja...das höre ich des öfteren. Aber neben meinem Beruf als Erzieherin finde ich es schön, dass mir hier so viel Vertrauen und Wertschätzung entgegengebracht wird. Dennoch sollte es nicht als Selbstverständlichkeit hin genommen werden. Ich freue mich auch über ein lobendes Wort, ein nette Geste und ein Dankeschön.
  • Red.: Welche Rolle spielt der Glaube für dich?
    • T: Sicherlich ist er Teil meiner Motivation für andere da zu sein; die biblischen Geschichten sind Teil meiner Biographie; deshalb freue ich mich auch, wenn ich mich an den Gottesdiensten beteiligen kann oder sogar selber durchführe (wie Heilig Abend um 14.30 Uhr).
  • Red.: Eine letzte Frage...was würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen?
    • T: (nachdenklich) Meine Freunde (ohne die könnte ich nicht!); Musik und meine Nackenrolle, um gut schlafen zu können.
  • Red.: Vielen Dank für dieses Gespräch und Gottes Segen für dein weiteres Engagement!