Aus Ev. Kirchengemeinde Grambke
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ansgar, der Apostel des Nordens

Ansgar erhielt wegen seiner Bedeutung für die Begründung des Christentums in Hamburg, Schleswig-Holstein und Skandinavien den Beinamen "Apostel des Nordens". Er wurde 801 in der Picardie (im heutigen Frankreich) geboren und als Halbwaise in der Klosterschule in Corbie erzogen. In Korvey an der Weser, einem Tochterkloster von Corbie, wurde er Erzieher junger sächsischer Klosterschüler. Im Auftrage Ludwigs des Frommen ging er 825 mit dem Dänenkönig Harald Klak nach dessen Taufe in der Kirche St. Alban zu Mainz nach Norden. Er wirkte bis 831 in Birka, auf einer Insel im Mälarsee bei Stockholm gelegen, und begründete in diesem frühmittelalterlichen Zentrum des Landes eine Kirche. Heute steht dort eine Kapelle, in der die schwedische Kirche ihres ersten Christuszeugen gedenkt. Nach seiner Rückkehr aus Birka wurde er Erzbischof des neugegründeten Missionssprengels Hamburg mit einem besonderen Missionsauftrag für die Dänen, Schweden und Slawen. Infolge der Zerstörung durch die Wikinger erlosch Hamburg als Erzbistum; Ansgar konnte nur die Reliquien der Kirche in Hamburg retten. Er wurde Bischof in Bremen, das er 848 mit Hamburg zum neuen Missions­Erzbistum vereinigte. Von dort aus gelang ihm gemeinsam mit seinem jüngeren Gefährten und späteren Biografen, Rimbert, eine umfassende Tätigkeit in Dänemark wie in Schweden. Er erreichte es, in Ripen Lind in Haithabu Kirchen zu bauen. Haithabu, damals Handelszentrum an der Landenge zwischen Eider und Schlei an internationalen Handelsstraßen gelegen, war zu jener Zeit die bedeutendste Stadt des Nordens Lind Zentrum des damals dänischen Teils des heutigen Schleswig-Holstein. Funde aus den bedeutenden Ausgrabungen Haithabus bezeugen die Wirksamkeit Christlicher Mission und die Gegenwart christlicher Bürger in der damaligen Stadt. Ansgar starb am 3. Februar 865.