Aus Ev. Kirchengemeinde Grambke
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Valentinstag

Der Ursprung des Valentinstages als Tag des Blumenschenkens als geht auf den Festtag für die römische Göttin Juno zurück . Juno, der Schützerin von Ehe und Familie, wurden an diesem Tag der sog. Valentinade Blumen geopfert; den Frauen schenkte man an diesem Tag Blumen. Im Mittelalter kam der Brauch zunächst in Frankreich und England auf. Die Volksüberlieferung sagt, ein Mädchen werde den heiraten, den es am Valentinstag als ersten Mann erblickt; heiratswillige Männer überbringen deshalb möglichst früh am Morgen einen Blumenstrauß. In England schickt man sich am Valentinstag anonyme Liebesbriefe (Valentine Greetings) , in Frankreich bestimmt man durch Los Valentin und Valentine, die dann ein Jahr lang eine Art Verlöbnis leben. Valentinsbrot galt als Heilmittel, das Beifußkraut ("Herba S. Valentini") ist ihm geweiht. Der Valentinstag galt als Unglückstag für das Vieh, deshalb durfte es an diesem Tag nicht arbeiten. In den Hansestädten trafen sich am Valentinstag die Zünfte zum Freundschaftsmahl. Im deutschsprachigen Raum verbreitete sich der Brauch der Blumengeschenke nach dem 2. Weltkrieg durch den Einfluss aus den USA - die Blumenhändler erklärten diesen Tag 1950 als "Tag der offenen Herzen". In der alten Kirche vermischen sich die Überlieferungen von zwei Personen, die beide Valentin hießen und beide am 14. Februar den Martyrertod gestorben sein sollen. Zum einen wird von einem Priester und Mönch aus Rom berichtet, der den verkrüppelten Sohn des Rhetors Kraton in Rom geheilt haben soll. Er wurde am 14. Februar als Märtyrer enthauptet, denn er verweigerte vor dem Kaiser die Anbetung eines Standbildes. Hilfe und Trost Suchenden soll er eine Blume aus seinem Garten geschenkt haben. Andererseits wird ein Bischof Vatentin von Terni ( in der Nähe von Rom ) überliefert, der am 14.Februar 268 durch den römischen Soldatenkaiser Claudius II. den Martyrertod fand, weil er trotz eines Verbotes des Kaisers Liebespaare nach christlichem Zeremoniell traute und ihnen in Partnerschaftskrisen half. Beide Martyrer sollen in der Via Flaminia beigesetzt worden sein. Auch dies spricht für eine Vermischung der Lebensgeschichten. Von einer Verehrung des Heiligen erfahren wir bereits aus Pilgerberichten des 7. Jh. Über der Begräbnisstätte am 2. Meilenstein der Via Flaminia ließ Papst Julius I. eine Valentinsbasilika errichten, die von Papst Theodor I. (642-649) vollständig renoviert wurde. Die Gebeine des Valentin von Terni wurden 1605 in die Kathedrale von Terni transferiert.