Aus Ev. Kirchengemeinde Grambke
Wechseln zu: Navigation, Suche

Weltgebetstag der Frauen

Diese weltweit größte ökumenische Laieninitiative wird jedes Jahr am ersten Freitag im März gefeiert. "Informiertes Beten und vom Gebet durchdrungenes Handeln" ist das Motto des Weltgebetstages, an dem sich Frauen verschiedener christlicher Konfessionen aus über 180 Ländern beteiligen. Gemeinsames Anliegen sind der Austausch und die sichtbare Gemeinschaft aller christlichen Frauen in der Welt. Darum werden die Gebete und die Texte dieses Tages immer von Frauen aus einem anderen Land vorgeschlagen und verfasst. Die Gestaltung der Gottesdienste wird durch die aktuelle Lage in dem Land bestimmt, das die Gottesdienstordnung erstellt. In den Wochen der Vorbereitung versuchen die Frauen möglichst viel über dieses Land und die Situation der Frauen dort zu erfahren. Das Land, das Thema des Weltgebetstages ist, erhält auch einen großen Teil der Kollekte. Damit werden Frauenprojekte gefördert, die Hilfe zur Selbsthilfe leisten sollen: Brunnenprojekte, Gelder für Landbau oder Nähkurse, Alphabetisierungsprogramme und Bildungseinrichtungen, die die Situationen der Frauen verbessern, ihre Eigenständigkeit und ihr Selbstbewusstsein stärken. Seinen Ursprung hat der Weltgebetstag in den USA. 1884 rief die Presbyterianerin Darwin James zu einem Gebetstag für die Innere Mission auf. Sie gab damit ihrer Überzeugung Ausdruck, dass diejenigen, die beharrlich und beständig beten, zu Anwälten der Machtlosen werden können. Zwei Baptistinnen, Peabody und Montgomery, riefen drei Jahre später zu einem Gebetstag der Äußeren Mission auf, "bedrängt von der Einsicht, wie wenig die bisherige Erziehung die Frauen für die Aufgaben der Zukunft ausrüste". Die beiden von den Frauen initiierten Gebetstage wurden dann zu einem Gebetstag zusammengefügt, der sich zunächst in den Nachbarländern, dann aber auch in Europa und den anderen Kontinenten ausbreitete. Seit 1927 gilt dieser Tag als Weltgebetstag der Frauen. Kennzeichnend für diesen Tag ist, dass die Bewegung, das gemeinsame Handeln vor der Organisation rangiert. Die einzelnen Komitees, die heute den Weltgebetstag organisieren und seine Ordnungen festlegen und verschicken, entstanden erst, nachdem die große Zahl der Interessentinnen eine zentrale Organisation nötig machte. Das internationale Weltgebetstagskomitee, das wiederum in nationale und regionale Gruppen gegliedert ist, legt jeweils für vier Jahre die Themen für den weltweiten Gebetstag fest. Dabei sollen gemeinsame Anliegen von Frauen aufgegriffen werden, die weltweit Bedeutung haben. Die Themen müssen außerdem biblisch begründet, leicht übersetzbar und motivierend sein.