Aus Ev. Kirchengemeinde Grambke
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Burg-Grambke

(aus Wikipedia)

Fläche 452,2 ha, 6.872 Einwohner.

Burg- Grambke liegt südlich der Lesum zwischen dem Blockland und dem Werderland und grenzt an den Bremer Industriepark?, in dem sich unter anderem die Arcelor Bremen (früher Klöckner- Hütte und Stahlwerke Bremen) befindet. Die Bremer Innenstadt ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln in ca. 30 - 40 Minuten zu erreichen. Die nächsten Bahnhöfe sind Bremen - Burg und Bremen - Oslebshausen. Burg- Grambke bietet mehrere Ausflugsmöglichkeiten, darunter einige Seen: den Grambker See, den Grambker Feldmarksee, den Grambker Sportparksee und den Burger See, der durch die Heerstraße zweigeteilt wird. Ein Anziehungpunkt für Naturliebhaber ist unter anderem der Grambker Feldmarksee, der im Volksmund "Erikasee" genannt wird. Er ist von Birken, Eschen und einem naturnahen Schilfgürtel umgeben. Der im Jahre 2002 ausgehobene Grambker Sportparksee ist wesentlich größer und misst etwa 1,2 km Länge. Aufgrund seiner guten Wasserqualität ist er zum Baden geeignet. Im Gegensatz zum Grambker Feldmarksee liegt er sehr viel ruhiger und abgeschiedener. Sehenswert ist die alte Grambker Dorfkirche, 1722 im Barockstil erbaut mit neugotischem Turm von 1864.


  • Aus dem Jahre 1185 stammt die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Grambke. Erwähnt wird Gerfridus de Grambeke, ein Mitglied eines alten Ministerialen - Geschlechts, das damals bereits in Grambke ansässig war.

  • Natürlich sind die Dörfer des Werderlandes, des Landstrichs zwischen Weser und Lesum nicht erst um die vorige Jahrtausendwende bevölkert worden - ihre Geschichte ist sehr viel älter.
  • Der heutige Bremer Ortsteil Burg - Grambke, ist zusammengewachsen aus Ansiedlungen (Burg, Grambke und Grambkermoor), die im 12. und 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt wurden. Ausgrabungen (in Grambke) in den sechziger Jahren haben den Nachweis erbracht, daß in Grambke bereits im 4. und 5. Jahrhundert mehrhäusige Gehöftanlagen vorhanden waren.
  • Die Dörfer des Werderlandes waren im Mittelalter und danach Teil des Bremer Landgebietes, allerdings nicht immer von Bremen verwaltet (Grambke und Burg wurden 1921, Grambkermoor erst 1939 in die Stadt Bremen eingemeindet).
  • Bedingt durch seine Lage am strategisch wichtigen Lesumübergang, war das Werderland bis zum 18. Jahrhundert häufig kriegerischen Auseinandersetzungen ausgesetzt. Feindliche Heere, die über die Lesum kamen und über den seit dem frühen Mittelalter bestehenden Heerweg gen Bremen zogen, betrachteten es als ihr natürliches Durch- und Aufmarschgebiet. Die Dorfchroniken sagen aus, was das für die Bewohner bedeutete: Einquartierungen von Bremer und gegnerischen Truppen, Zerstörungen und Vertreibungen, häufig wechselnde politische Machtverhältnisse.
  • Das Leben der Menschen im tiefergelegenen Grambkermoor war zudem geprägt durch den Kampf gegen Sturmfluten und Überschwemmungen. Bis zur Verstärkung der Deiche und dem Bau einer Entwässerungsanstalt Mitte des 19. Jahrhunderts war Grambkermoor (ähnlich wie das angrenzende Blockland) Morastgebiet, in dem im Sommer häufig das Gras im Wasser gemäht und mit Kähnen an höhergelegene Stellen zum Trocknen gebracht werden mußte.

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